Flaschenpost aus Mosambik

Stellen Sie sich vor, Ihre beste Freundin (oder Ihr bester Freund) hätte eine schlimme Krankheit: Sie müssen zusehen, wie sie jeden Tag kränker wird, wie sie abmagert und ihren Lebensmut verliert. Die meisten wenden sich von ihr ab und ihre Familie schämt sich für sie. Fast täglich gehen Gerüchte von Neuerkrankungen im Dorf umher und niemand weiß, was er tun kann, wie er sich und seine Familie schützen kann. Währenddessen fürchten auch Sie, dass Sie die nächste sind, die sich ansteckt. Sie würden gerne etwas unternehmen, doch Sie wissen nicht, was, und niemand traut sich, offen über die Krankheit zu reden. Doch eines Tages kommt ein kleines Theater in Ihr Dorf. Eine große Sensation, alle wollen die Vorstellungen sehen. Nur Ihre Freundin muss traurig zu Hause bleiben, weil sie das Bett nicht mehr verlassen kann. In dem Theaterstück erfahren Sie, dass die Krankheit AIDS heißt und unheilbar ist. Sie erfahren jedoch auch, wie Sie sich davor schützen können und dass es Medikamente gibt, die den Verlauf für viele Jahre aufhalten können. Sie beginnen zu hoffen. Sie hören, dass es im Nachbardorf eine Anlaufstelle für AIDS-Kranke gibt und machen sich auf den weiten Weg, um Medikamente für Ihre Freundin zu holen. Doch man sagt Ihnen, dass diese nur noch für die Patienten ausreichen, die bereits in Behandlung sind, weil die Spenden aus Europa stark zurückgegangen sind. Wegen der Finanzkrise, sagt man Ihnen, doch Sie verstehen nicht, was das bedeutet. Die Medikamente sind nicht sehr teuer, sie kosten „nur“ ein paar Euro. Für Sie und die anderen Dorfbewohner eine unvorstellbare Summe, wo doch das wenige, das Sie verdienen, kaum zum Überleben reicht. Aber Sie wissen, dass es reiche Länder gibt, in denen die Menschen so viel Geld haben, dass sie oft gar nicht wissen, wohin damit. Sie wollen keinen Luxus, Sie wollen nur Ihrer Freundin und den anderen Betroffenen helfen. Und doch werden Ihre Freundin und all die anderen sterben, wenn nicht noch mehr Leute auf Ihr Problem aufmerksam werden und spenden. Würde Sie das nicht wütend machen?!

Unser neues Projekt

Mit unserem Projekt „Flaschenpost aus Mosambik“ wollen wir UNICEF-AIDS-Projekte im ostafrikanischen Mosambik unterstützen. Wir sammeln alte Flaschen und gestalten diese auf viele unterschiedliche Arten. Jede Flasche enthält eine von drei verschiedenen Geschichten von AIDS-Waisen, die etwas aus ihrem Leben erzählen. Eine Flaschenpost kostet 13 Euro, der Erlös geht an UNICEF. Mit dieser Aktion möchten wir Geld sammeln, um die Situation vieler Kinder in Mosambik nachhaltig zu verbessern und den Leuten hier das Problem „Leben mit AIDS“ näherzubringen. UNICEF unterstützt mit dem Erlösen unter anderem die AIDS-Aufklärung an Schulen, baut Tageskliniken, ermöglicht erkrankten Kindern den Zugang zu Medikamenten und kümmert sich um die zahlreichen Aidswaisen.WERDE AKTIV!

[Englische Version]